Einführung
Was geschieht, wenn ich wirklich loslasse? Woran halte ich fest – und wovor habe ich Angst? The GAP lädt dich ein, dem Zwischenraum zu begegnen, den die tibetische Tradition Bardo nennt: die «Lücke» zwischen zwei Momenten, zwischen Ein- und Ausatmen, zwischen Lebensphasen – und letztlich zwischen Leben und Tod. Statt als abstrakte Idee wird dieser Zwischenzustand als unmittelbare Erfahrung erforscht: still, achtsam, mitfühlend und zugleich kraftvoll.
Was ist der GAP?
Der GAP ist ein hoch energetischer Initiations- und Übermittlungs-Prozess, reinigend, kreativ, freudig und still zugleich … ein AHA-Erlebnis … auch auf körperlicher Ebene. Er übermittelt uns eine tiefgreifende Praxis bewussten Lebens und Sterbens und schenkt uns Einblick in die Leerheit, die Lücke zwischen einer Phase und einer anderen, zwischen Einatmen und Ausatmen, zwischen zwei Gedanken, zwischen allem … ein Blick auf den Grund unseres wahren Seins, in unsere wahre Natur.
GAP heisst «Lücke« und bezieht sich auf den Bardo – den Zwischenzustand, der im Tibetischen Buddhismus sowohl die Phase rund um den Tod als auch unser jetziges Leben beschreibt. Nichts bleibt, alles wandelt sich. In dieser Wandlung liegt eine Chance: In der Lücke kann sich die klare, unvergängliche Natur des Bewusstseins zeigen. The GAP wurde 1995 von Samarpito (nach einem Nahtoderlebnis) als Prozess entwickelt, der Bardo-Weisheit, Meditation sowie Körper- und Energiearbeit miteinander verbindet.
BARDO
(engl. Gap) ist tibetisch und heisst Zwischenzustand, Lücke. Im Westen wurde der BARDO bekannt durch das Bardo Thödol (Tibetisches Totenbuch), das sich auf die Phase zwischen Leben und Tod und zwischen Tod und Geborenwerden bezieht. Doch auch die Lebensspanne zwischen Geburt und Tod – unsere Verweildauer in der Welt – wird darin als ein BARDO beschrieben. Diesem BARDO des Lebens widmet sich der GAP. Er lässt uns Verwirrungen, Trugschlüsse und Illusionen in achtsamer & (mit-) fühlender Präsenz erkennen und loslassen, die wir bezüglich des Todes hatten.
Mittels intensiver Praxis stiller Meditation, begleitet von der Weisheit des Tibetischen Buddhismus und der Körper- & Energiearbeit des Tibetan Pulsing* … achtsam, mitfühlend und kraftvoll … begleitet uns der GAP mitten hinein in Dimensionen, in denen der Verstand sich nicht auskennt und deren Präsenz ihn (normalerweise) in Angst versetzt.
* Tibetan Pulsing ist eine kraftvolle und einfühlsame Energie- und Körpermethode, die mit der Kraft des Herzens arbeitet. Falls Du noch keine Erfahrung damit hast, gönne Dir eine oder mehrere Einzelsessions zur Vorbereitung. Eine Liste erhältst Du von Beatrice oder Ranva.
Was geschieht, wenn ich loslasse, mich löse, sterbe?
An was halte ich fest? Wovor habe ich Angst?
Wir alle werden – körperlich betrachtet – sterben – nur wann und wie ist ungewiss. Der Prozess des Sterbens und des Nach-Todes ist ein Lösen und Abschied des Bewusstseins von der körperlichen Form. Er kann Himmel oder Hölle sein oder frei von jeglicher Trennung, frei von Projektionen und Vorstellungen. Wir wissen es nicht. Wir können jedoch zu Lebzeiten, die stille, reine Präsenz erfahren und praktizieren, die wir sind.
Wie wir arbeiten
Stille Meditation
Du übst, präsent zu bleiben, während Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen kommen und gehen. So wird das „Dazwischen“ direkt erfahrbar – jenseits von Konzepten.Inspiration aus dem Tibetischen Buddhismus
Kurze Impulse eröffnen eine verständliche, praktische Sicht auf Bardo, Vergänglichkeit und die Möglichkeit innerer Freiheit im Alltag.Tibetan Pulsing (Körper- und Energiearbeit)
Eine feine, herzbasierte Methode, die das Nervensystem reguliert, gebundene Energie löst und dich sicher durch emotionale Wellen begleitet. Sie macht erfahrbar, wie Anspannung sich in Präsenz verwandeln kann.Achtsame Begleitung
Der Prozess ist intensiv und gleichzeitig traumasensibel. Es gibt Raum für Integration, Ruhe und persönliche Unterstützung.
Warum soll ich teilnehmen?
Loslassen lernen: Gewohnte Geschichten und Angstbilder zu Leben und Tod erkennen und weicher werden lassen.
Präsenz vertiefen: In der Lücke zwischen zwei Gedanken, zwei Atemzügen, zwei Schritten klar und freundlich bleiben.
Verbundenheit spüren: Dich selbst nicht mehr als getrennt erleben, sondern als Teil eines lebendigen Ganzen.
Alltagstauglich werden: Einsichten mitnehmen, die in Übergängen helfen – bei Entscheidungen, Abschieden, Neubeginnen.
Rahmen
4½ Tage in einem getragenen Setting mit Phasen der Stille, Praxis-Sequenzen, Körper- und Energiearbeit sowie Zeit für Integration. Teile des Retreats finden im Schweigen statt; alle Anleitungen sind klar und gut geführt.
Hinweis
Der Prozess kann emotional berühren. Du entscheidest jederzeit, wie tief du gehen möchtest; Unterstützung ist vor Ort. Informationen zu Leitung, Zeiten, Voraussetzungen und Vorbereitung erhalten Teilnehmende nach der Anmeldung.
Informatives
Seminarbeginn: 3.April mit dem Abendessen/ Anreise ab nachmittags
Seminarende: 7. April mit dem Mittagessen/ ca. 14.30 Uhr
Leitungs -Team: Ranva I. Görner & Assistenz
Empfehlung für die Teilnahme:
Kennenlernen/Erfahrung der Körper- und Energiearbeit Tibetan Pulsing (mind. eine Einzel-Session) eine Liste mit AnwenderInnen wird bei Anmeldung zugesandt.
Preis: CHF/€ 580.– (CHF/€ 300.– bei wiederholter Teilnahme)
Exklusive Unterkunft und Mahlzeiten (bitte buche deine Unterkunft direkt mit dem Landguet Ried, siehe Schaltfläche weiter unten)
Information & Anmeldung bei Beatrice Bühler-Sager über die Schaltfläche hier unten
Ranva I. Görner Heilpraktikerin, Diplom-Pädagogin, Counselor, Yoga-Lehrerin/-Therapeutin, Tibetan Pulsing-Trainerin & Somatic Experiencing®Practitioner. 1995 Übertragung der BARDO-Bewusstseinsarbeit The GAP & The VOID. 2007 Begründung der Pulsare-Prozesse zur fühlenden und verkörperten Bewusstwerdung.